Vouchers4Food von No Name Kitchen

Für Menschen auf der Flucht sind auch viele Dinge mit Schwierigkeiten verbunden, die manche im Alltag als selbstverständlich wahrnehmen. Die Versorgung mit Lebensmitteln gehört dazu. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe: es fehlt zum Beispiel vielerorts an finanziellen Mitteln zur Selbstversorgung.

Während der Corona-Pandemie durften viele Menschen auf der Flucht Supermärkte jedoch nicht einmal betreten, weshalb No Name Kitchen Vouchers4Food-Projekt ins Leben gerufen hat. Es funktioniert über ein ähnliches System wie Lebensmittelmarken, die über einen Facebook-Kanal verschickt werden. Dafür kooperieren sie mit lokalen Supermärkten und Bäckereien, bei denen flüchtende Menschen unter Vorlage eines Gutscheins einkaufen können. Das hat den simplen Vorteil, dass sie sich selbst aussuchen können, was sie gerne essen möchten – denn auch das ist für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit. Außerdem können die Menschen so davon ausgehen, in diesen Läden nicht solchen abweisenden Schildern begegnen zu müssen.

Aktuell erreicht No Name Kitchen im Norden Bosniens durch dieses Programm etwa 800 Menschen, die mit diesen Gutscheinen einmal in der Woche einkaufen können. Da es dort sonst nur sehr wenige Personen gibt, die diese Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen und  ihre Selbstversorgung durch rassistische Politik immer mehr eingeschränkt wird, ist dieses Programm absolut notwendig.

Veröffentlicht im Juli 2020 

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