World Travelers Community Center

Infos zum Projekt

Aktuelle Situation vor Ort

Unser Kontakt zum Projekt

Einsatz der Spenden

Infos zum Projekt

In Sarajevo ist ein neues Projekt in Planung, das sich langfristig als ganzheitliche Unterstützungsstruktur in der Stadt etablieren und sich nach einigen Jahren vollständig selbst finanzieren soll. Bis dahin bleibt dieses Projekt auf Spenden angewiesen.

Ziel des Projektes ist, neben der Bereitstellung von Unterstzützungsstrukturen für Menschen auf der Flucht, auch die Integration von Menschen, die in Bosnien-Herzegowina einen Asylantrag stellen. Sie sollen angemessene Unterstützung beim Sprachenlernen, bei der Suche nach einer Unterkunft und einer Beschäftigung, beim Auffinden von Bildungsangeboten, sowie Angeboten der Rechtsberatung,  Gesundheitsfürsorge und psychologischer Hilfe erhalten. Insgesamt sollen sie im Aufbau sozialer Bindungen unterstützt werden. Im Travelers Community Centre sollen Brücken geschlagen werden zwischen Institutionen, der lokalen Gemeinschaft und Menschen mit Migrationsgeschichte.

Zur Realisierung des Projekts sind drei Schritte vorgesehen:

  1. Die Eröffnung eines GEMEINSCHAFTSZENTRUMS in Sarajevo, das sich speziell mit Integration und Schutz von schutzsuchenden Menschen befassen.
  2. Die Eröffnung des Hostels TRAVELERS COMMUNITY HOUSE, das mit seinen Einnahmen zur Selbstversorgung des Projekts beitragen soll. Hier sollen freiwillige Unterstützer*innen einen Schlafplatz und Vernetzungsmöglichkeiten erhalten.
  3. Die Einrichtung einer speziellen INFO-HOTLINE, die sowohl Menschen auf der Flucht wie auch verschiedene Organisationen, Volunteers, Journalist*innen nutzen können, um Informationen über die aktuelle Situation in Bosnien-Herzegowina zu erhalten und darüber, wie sie unterstützen können.

Das Gemeinschaftszentrum

Im Gemeinschaftszentrum sollen Menschen, die in Bosnien-Herzegowina bleiben möchten, die Möglichkeit erhalten, sich über das Asylverfahren als auch den Arbeits- und Wohnungsmarkt zu informieren. Sie erhalten Infos über Unterstützungs- und Sozialstrukturen und knüpfen Kontakte zur lokalen Gemeinschaft. So erhalten sie hier angemessene und individuelle Unterstützung beim Sprachenlernen, bei der Suche nach einer Unterkunft oder einer Arbeitsstelle, bei der Bereitstellung von Rechtsberatung und dem Zugang zum Gesundheitssystem, bei der Interaktion mit Mitgliedern der lokalen Gemeinschaft. Außerdem werden hier Aktivitäten für geflüchtete Menschen, für migrierende Menschen und alle anderen schutzsuchenden Menschen angeboten – insbesondere für besonders schutzbedürftige Personen wie Frauen, die alleine auf dem Weg sind, LGBTIQ*-Personen, Menschen, die Gewalt oder andere Art von Misshandlung erfahren haben. Die Aktivitäten umfassen sportliche, kulturelle und kreative Aktivitäten, um die Spannungen zwischen der lokalen Bevölkerung und den Menschen in Bewegung abzubauen und sich besser integrieren und sicher fühlen zu können.

Das Travelers Community House

Durch das Tavelers Community House soll das langfristig angelegte Projekt finanziert werden. Der Ort soll eine Art Kombination von Comunityhouse und Hostel werden, das Gäste beherbergen wird, die sich vor allem mit Migration und Unterstützung befassen möchten. So werden hier reiselustige Leute und Volonteers, die die Arbeit des Zentrums auf verschiedene Art unterstützen möchten, nicht nur einen Schlafplatz, sondern vor allem auch direkten Kontakt zu lokalen Unterstützungsstrukturen erhalten. Darüber hinaus sollen im Community House zum Beispiel Kochkurse stattfinden, an denen auch lokale Personen teilnehmen können. Hier können sie in positiver Atmosphäre Kontakte zu neuen Mitbürgern und unterstützenden Menschen aufbauen und sich selber aktiv in die Unterstützungsarbeit einbringen. Auch themengebundene kulturelle Angebote sollen hier realisiert werden,  um in den Austausch über die vielfältigen Lebenswege und Kulturen der Besucherer*innen des Zentrums zu treten. So können sich hier internationale Volunteers, Menschen aus der lokalen Bevölkerung und Menschen mit Migrationsgeschichte begegnen und verstehen lernen.

Die Info-Hotline

Die Info-Hotline soll eine Informationsplattform sein – ein direkter Draht zu Unterstützungsstrukturen für Menschen auf der Flucht sowie für interessierte Volunteers. Darüber hinaus sollen hier aber auch tagesaktuelle Informationen rund um das Thema Flucht und Migration in Bosnien-Herzegowina für Journalist*innen oder lokale und internationale Institutionen bereitgestellt werden.

Aktuelle Situation vor Ort

In Sarajevo finden Menschen auf der Flucht bessere Versorgungsstrukturen vor und können im Schatten der Großstadt eher unentdeckt bleiben als in kleinen, grenznahen Orten. Gleichzeitig ist Sarajevo ein Ort der Durchreise für alle Menschen in Transit, die sich auf ihrem Weg nach Europa durch Bosnien-Herzegowina bewegen. So halten sich derzeit 7000-8000 von ihnen in Sarajevo auf, was einen großen Teil der schutzsuchenden Menschen in Bosnien ausmacht. 

Durch die hohe Anzahl an Menschen, die auf der Straße um Geld bitten, sinkt die Akzeptanz sowie die Unterstützungs- und Spendenbereitschaft der Gesellschaft. Durch die Situation während der Corona-Pandemie wurde auch die Bewegungsfreiheit der Menschen auf der Flucht weiter eingeschränkt. Sie werden nun deutlich häufiger als noch vor einigen Monaten auch in Sarajevo von öffentlichen Plätzen verwiesen, teilweise werden sie sogar von lokalen Behörden aus der Stadt gefahren. So müssen sich Menschen auf der Flucht auch hier nun zunehmend unauffällig verhalten und sich möglichst versteckt halten. Viele ziehen sich deshalb in die Vororte der Hauptstadt zurück und verlassen ihre Verstecke nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Unser Kontakt zum Projekt

Eine bosnische Frau, die sich seit Jahren aktiv an verschiedenen Orten in Bosnien-Herzegowina privat wie auch professionell eingesetzt hat, begleitet das Projekt. Sie selber hat uns einen ausführlichen Projektplan zukommen lassen. Nicht nur, dass sie vor Ort sehr gut vernetzt ist, sondern auch ihre langjährige Erfahrung ist für die Realisierung eines solchen Langzeitprojekts besonders wichtig. Sie kennt sich nicht nur in der Unterstützungsarbeit enorm gut aus, sie kennt auch die bosnische Bevölkerung, sowie den Polizei- und Rechtsapparat. Um unschönen Entwicklungen vorzubeugen, arbeitet sie Hand und Hand mit einer Juristin an der Umsetzung des Projekts. Mehrere Mitglieder der Balkanbrücke Supports haben die Frau bereits persönlich kennengelernt und zum Teil auch schon mit ihr vor Ort zusammengearbeitet. So hat sie sich mit ihrer Projekt-Idee auch an uns gewendet und uns über Änderungen und Fortschritte auf dem Laufenden gehalten, was sie auch in Zukunft tun wird.

Einsatz der Spenden

Wir haben unserer Kontaktperson bereits eine Starthilfe von 5400 € für die ersten beiden Monate zugesagt. Der Projektplan sieht vor, dass das Projekt im Mai/Juni anlaufen wird. Langfristig soll es sich zunehmend selbst finanzieren und auch durch weitere Institutionen unterstützt werden. Bis dahin wird in den ersten drei Jahren allerdings mit laufenden Kosten von mindestens 2700 € pro Monat zu rechnen sein. Diese Kosten umfassen neben den Kosten für Lebensmittel und Hygieneprodukte auch Mietkosten für Büro-, Veranstaltungs- und Wohnräume, aber auch Kosten für die administrative Arbeit der Projektmanager*innen und Arbeitsassistent*innen, für Werbe- und Marketingkosten sowie Wartungsarbeiten und technische Kosten.

per Banküberweisung:
Inhaber: Balkanbrücke Supports
IBAN: DE65 5001 0517 5417 2456 16
BIC: INGDDEFFXXX
Bank: ING-DiBa
Verwendungszweck: World Travelers

per PayPal:
donations@balkanbrueckesupports.org
Mitteilung: World Travelers

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