UPDATES VON NO NAME KITCHEN


Die Situation in Velika Kladuša (BIH) hat sich am 16. Juli weiter verschlimmert. An diesem Tag haben Sicherheits- und Reinigungskräfte des Stadtrats eine Siedlung am Rande eines offiziellen Lagers geräumt, in der Hunderte Menschen ohne Obdach gelebt hatten.

Bei der Räumung wurden ihnen Zelte, Rucksäcke, Lebensmittel sowie Kleidung und anderes persönliches Eigentum weggenommen. Ca. 200 von ihnen wurden ins von der EU finanzierte Lager Lipa gebracht, das gut 80 Kilometer süd-östlich von Kladuša entfernt liegt.

Eine Freiwillige von No Name Kitchen beschrieb die Situation wie folgt:

„Letzte Nacht hat es stark geregnet. Heute ist es kalt. (Das Klima in dieser Region ist sehr unterschiedlich und kann von einem Tag zum nächsten von extremer Hitze bis zu starkem Regen und Kälte reichen.) Sie haben alles zerstört. Ich habe keine Worte, um die Situation zu beschreiben, die wir hier sehen. Die Leute können nirgendwo hingehen. Einige sind im Wald versteckt. Sie haben keine Kleider mehr, keine Zelte, kein nichts…“

Nach den Einschränkungen durch die Corona Pandemie sind inzwischen einige freiwillige Helfer*innen zurück. Die Gruppe ist auf der Suche nach weiteren freiwilligen Helfer*innen, die z. B. Regale aufbauen, Kleidung sortieren oder das vouchers4food Projekt unterstützen. Neben den finanziellen Spenden, zu denen auch wir euch hier aufrufen, werden Kleidung (insbesondere für den Sommer), Schuhe und gebrauchte Handys dringend benötigt.

Wenn ihr unterstützen möchtet und Fragen dazu habt, kontaktiert gerne uns oder No Name Kitchen.

Die europäische Grenzpolitik hat in vielen Ländern für Chaos und inakzeptable Zustände für Menschen auf der Flucht gesorgt. BITTE SCHAUT NICHT WEG!

Veröffentlicht am 18.07.2020

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