SARAJEVO ALS “WEGKREUZUNG”

Viele der bosnischen Unterstützer*innen, die wir euch vorstellen, sind in Orten in der Nähe von Landesgrenzen tätig. Aber wie ist eigentlich die Lage in Sarajevo? Ines Tanović von ComPass071 hat uns das Besondere an der Situation in der Hauptstadt beschrieben.

Dort halten sich etwa 7000-8000 People on the move auf. Das sind rund doppelt so viele wie überall sonst im Land! Viele Menschen versuchen, in der knapp 500.000 (inkl. Umkreis) einwohner*innenstarken, kosmopolitischen Stadt abzutauchen. Hier versuchen sie, ein wenig Geld zu verdienen, um später Bihać oder Velika Kladuša (beide an der Grenze zu Kroatien) zu überleben. Nach Pushbacks kommen viele nach Sarajevo zurück, um Kraft zu tanken und sich zu stärken. Aufgrund der Größe und der Lage der Stadt kommt es hier seltener zu polizeilichen Kontrollen und Polizeigewalt als in anderen Teiles des Landes. Sarajevo ist also eine Art “Wegkreuzung” und “Erholungsort” auf dem Weg aller Menschen, die auf ihrer Flucht durch Bosnien und Herzegowina durchgehen.

Ihr wollt mehr über Ines Arbeit bei ComPass071 erfahren? In diesem Interview erzählt sie ausführlich über ihre persönliche Motivation, den Aufbau der Organisation und die Herausforderungen in der Unterstützungsarbeit.

Veröffentlicht am 18.05.2021

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