RÄUMUNGEN VON SQUATS

Die Militarisierung der sogenannten Balkanroute, Grenzschließungen seitens EU-Länder und brutale Pushbacks führen dazu, dass Menschen auf der Flucht in Bosnien festsitzen. Dort leben sie oft in informellen Camps, sogenannten “Squats”. Letzte Woche wurden Squats in Bihać geräumt, in denen mehrere hundert Menschen auf der Flucht gelebt haben – Zelte, Taschen, Habseligkeiten und Essen wurden konfisziert.

Die NGO No Name Kitchen und das Frachkollektiv berichten, dass den Menschen der Zugang zu Camps wie Lipa, wo die Menschen nach der Räumung hingebracht werden sollten, verwehrt wurde und viele nach Bihać zurückgekehrt sind. Dort drohen jedoch weitere Räumungen. Die Menschen werden so in die Wälder um die Stadt gedrängt und verweilen dort unter sehr prekären Bedingungen.

Die Situation von Menschen auf der Flucht, die gerade an den Grenzen der EU unter unmenschlichen Bedingungen ausharren müssen, ist die direkte Konsequenz der menschenverachtenden europäischen Abschottungspolitik. Menschen werden entrechtet und entwürdigt und ihnen wird jeglicher Zugang zur EU verwehrt wird. Das ist unerträglich. Wir fordern daher: Aufnahme statt Abschottung! Pushbacks müssen beendet werden, allen Menschen muss der Zugang zur EU und einer menschenwürdigen Unterbringung ermöglicht werden!

Organisationen wie die No Name Kitchen und das Frachkolletktiv unterstützen die Menschen momentan mit Zelten, Decken und Essen und berichten auf ihren Kanälen über die Situation vor Ort. Falls ihr könnt, spendet und informiert euch über die Lage vor Ort!

Veröffentlicht am 25.05.2021

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