ERKLÄR ABC – R

Nicht nur Geflüchtete werden systematisch kriminalisiert – auch lokale und internationale Unterstützer*innen müssen entlang der Balkanroute polizeiliche Repressionen fürchten. Repression bedeutet Unterdrückung, Machtmissbrauch und Einschränkung. Sowohl für lokale als auch für internationale Unterstützer*innen entlang der sogenannten Balkanroute gehören sie meist zum Alltag. Sie zeigen sich durch Kontrollen, Verbote und Einschüchterungen z.B durch die Polizei, lokale und nationale Behörden sowie xenophoben Teilen der Bevölkerung.

Beispiele hierfür sind rassistische Schmierereien auf Autos von Unterstützer*innen oder die Gefahr, dass Telefongespräche abgehört werden. Unterstützer*innen werden regelmäßig willkürlich von der Polizei kontrolliert und eingeschüchtert. All das führt zu einem Klima der Angst und Unsicherheit. Es erschwert das Engagement von Anwohner*innen und die Arbeit kleiner Organisationen enorm und schadet damit direkt den Schutzsuchenden. So ist die Kriminalisierung von Hilfe ein zentrales Instrument zur gezielten Abschreckung von People on the move.

Veröffentlicht am 27.06.2021

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