ERKLÄR ABC – P

Menschen sind vor, während und nach einer Flucht oft starker psychischer Belastung ausgesetzt. Massive Menschenrechtsverletzungen, z. B. in Form von psychischer und physischer Gewalt, andauernde Unsicherheiten, Isolation und fehlende Planbarkeit bzw. Perspektivlosigkeit sind nur wenige Beispiele dafür. Nicht nur die Ereignisse, die Menschen dazu veranlassen, ihre Heimat zu verlassen, sondern auch Erfahrungen, die viele Personen unterwegs machen, können also schwere Traumata auslösen.

Seelische Wunden sind auf den ersten Blick nicht direkt sichtbar und trotzdem nicht weniger schmerzhaft. Sie müssen genauso wie physische Verletzungen professionell behandelt werden. Es ist daher unabdingbar, dass es neben der Unterstützung in Form von Lebensmitteln und Non-Food-Items auch adäquate psychosoziale Angebote für people on the move gibt.

Begegnungen auf Augenhöhe, offene Gespräche und in Kontakt bleiben – auch das sind Wege, mit denen Menschen versuchen, people on the move zu entlasten. Diese Form der Solidarität kann eine wichtige Unterstützung sein.

Veröffentlicht am 13.06.2021

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