Vorstellung HOUSING SUPPORT TEAM

Als nächstes Projekt möchten wir euch ein Housing Support Team vorstellen, das in Sarajevo Menschen unterstützt, die nicht in Camps unterkommen können oder wollen und deshalb in verlassenen Häusern leben. Hier erzählen sie euch etwas über ihre Arbeit und ihr Selbstverständnis. Dies tun sie anonym, da ihre Arbeit und Menschen, die Sie unterstützen, kriminalisiert werden.

In den Camps um Sarajevo herrschen unwürdige Zustände und Menschen in Transit werden in ihrer Autonomie beraubt. Rassistische und sexistische Gewalt wird aber auch in paternalistischen Formen der Unterstützungsarbeit reproduziert. Ein kritisches Bewusstsein dafür ist daher der Ausgangspunkt für das konsensbasierte und bedarfsorientierte Unterstützungsangebot der Support-Gruppe.

“Wir verfolgen einen Ansatz von Gegenseitigkeit und Autonomie. Für uns ist es vor allem wichtig, zu versuchen auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren und zu agieren. Das bedeutet für uns auch, dass unser support von den Menschen, die wir unterstützen, entschieden wird. Das ist ein großer Unterschied zu offiziellen Camps, in denen es keinerlei Entscheidungsfreiheit gibt. Menschen auf der Flucht werden in ihrer Autonomie beraubt, erleben Demütigung, Rassismus und Sexismus, auch von Angestellten und Sicherheitspersonal in den Camps. Diese Zustände sind systematisch, um Menschen abzuschrecken nach Europa zu migrieren oder sie zur Rückkehr zu zwingen.“

Veröffentlicht am 03.10.2020

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