Squat Support

Squat Support

Liebe Unterstützer*innen,

Wir unterstützen aktuell das Housing Support-Team. Wir können dies nicht genauer benennen, weil ihre Arbeit kriminalisiert wird.

Das Team besteht aus einer Gruppe von Aktivist*innen in Sarajevo. Sie unterstützen Menschen auf der Flucht, die nicht in den offiziellen Camps, sondern in verlassenen Häusern leben. Denn in den Camps mangelt es einerseits an Plätzen, andererseits sind die Zustände menschenunwürdig – es gibt etwa keine Autonomie für die Bewohner*innen.

In den Camps erleben sie Demütigung, Rassismus und Sexismus, auch von Angestellten und Sicherheitspersonal. Ein kritisches Bewusstsein für diese Strukturen ist die Grundlage für das bedarfsorientierte Unterstützungsangebot der Support-Gruppe.

Die Aktivist*innen erläutern dies so: „Wir verfolgen einen Ansatz von Gegenseitigkeit und Autonomie. Für uns ist es vor allem wichtig, zu versuchen auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren und zu agieren. Das bedeutet für uns auch, dass unser Support von den Menschen, die wir unterstützen, entschieden wird. Das ist ein großer Unterschied zu offiziellen Camps, in denen es keinerlei Entscheidungsfreiheit gibt.

Ihre Arbeit beschreiben die Aktivist*innen so: „Wir machen die verlassenen Häuser, in denen Menschen leben, winterfest – das heißt: Wir isolieren und sichern die Häuser, besorgen Öfen, Feuerholz und verteilen Matratzen und Decken, damit die Menschen sich einigermaßen warm halten können. Außerdem unterstützen wir die Menschen bei alltäglichen Dingen, z.B. der medizinischen Versorgung. Wir verteilen Powerbanks, USB-Taschenlampen, Gasflaschen.

Die gemeinsame Arbeit von flüchtenden Menschen und dem Support Team beruht dabei auf gegenseitigem Lernen und einem Austausch von Wissen und Erfahrungen.

Aktuell benötigt das Team finanzielle Unterstützung. Sie müssen die Kosten für Bau- und Heizmaterialien, Arztrechnungen, Notfallunterkünfte, Transport und Dinge für den alltäglichen Gebrauch decken.

Da Menschen auf der Flucht in Sarajevo kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben und ihnen nicht erlaubt ist zu arbeiten, ist eine Selbstversorgung unmöglich.

Das Housing Support-Team finanziert seine Arbeit ausschließlich über private Spenden und benötigt dringend Geld für den nächsten Winter. Da wir in direktem Kontakt mit der Gruppe stehen, wissen wir sicher, dass jeder Euro bei den Menschen vor Ort ankommt. Daher gilt: Jede Spende zählt!

Außerdem dürft ihr die Kampagne gerne mit euren Freund*Innen und Verwandten oder auf euren sozialen Netzwerken teilen. Auch das ist eine enorme Unterstützung – besonders dann, wenn ihr ein paar kurze Sätze zu euren Beweggründen dazu schreibt.

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